Antworten auf häufige Fragen

Ein e-Bike bzw. Pedelec erleichtert mit seinem Elektromotor das Radfahren ganz erheblich. Der electrailer ersetzt im Gegensatz zum Pedelec nicht nur ein Fahrrad, sondern in manchen Fällen sogar ein Auto. Das gilt zumindest auf der Kurzstrecke und in der Stadt.
Wir sind davon überzeugt, dass Nutzfahrzeuge wie der electrailer in Zeiten der Rohstoffverknappung und der versiegenden Ölreserven alles andere als unnötiger Luxus sind.

  • Pedelecs brauchen einhundert mal weniger Energie als ein Auto. Ein Liter Diesel entspricht einer Verbrennungenergie von rund 10 Kilowattstunden und verbrennt mit Atemluft zu über 2,5 Kilogramm Kohlendioxid, Wasser, Feinstaub und Stickoxiden. Die 40 Liter Treibstoff im Tank eines Kleinwagens verbrennen zu zwei Zentnern (100kg) Abgas.
  • Zehn Kilowattstunden (ein Liter Diesel) entsprechen bei Pedelecs der Energie von dreißig Akkuladungen. Ein electrailer fährt damit in der Ebene 1500 km, ein Auto nur etwa 15km.
  • In einen Anhänger passt viel Gepäck. Ein oder zwei Kinder, ein Musikinstrument, ein Hund, der Großeinkauf, und so weiter. Mit zunehmendem Gewicht wird es aber auch beschwerlich. Ein Motor hilft. Und dieser Motor muss unserer Meinung nach genau da hin, wo er gebraucht wird: in den Anhänger.
  • Ein Pedelec ist zu schwer, wenn es mal nur genussvolles Radeln sein soll. Den electrailer hängt man einfach ab und das Rad ist wieder leicht.
  • Und wieso nun electrail? Nun ja ... das entscheiden am besten sie.

Ein electrailer ist unserer Meinung nach zumindest genau so sicher wie ein Pedelec mit passivem Anhänger. Und wir arbeiten täglich daran, ihn noch besser zu machen.
Die Sicherheit im Straßenverkehr kommt vom Fahrer. Wir bauen einige Funktionen in unsere Fahrzeuge ein, die Sie dabei unterstützen, am Straßenverkehr aufmerksam teilzunehmen.
  • Der Pedalfunk wird ohne Hinsehen betätigt, ähnlich wie die Pedale im Auto
  • Der Motor läuft nicht nach und spricht direkt auf die "Kurbelsignale" an
  • Es gibt keine Möglichkeit, den Motor ohne den aktivierten Pedalfunk und den Willen des Fahrers zu starten. Ist der Pedalfunk nicht am Pedal verbaut, schützt die Abschaltung bei unerwarteter Bewegung zuverlässig vor einem unbeabsichtigten Anlaufen des Motors
Wir verzichten zudem, auch wenn uns das zugegebenermaßen als Techniker manchmal schwer fällt, ganz bewusst auf Funktionen, die Ihnen beim sicheren Fahren im Weg stehen könnten. Zum Beispiel gibt es
  • keine großflächigen Displays
  • keine Schalter und Anzeigen am Lenker
  • keine Steuerleitungen, die brechen und durch Kurzschluss unerwartetes Verhalten des Antriebs auslösen können. Es gibt überhaupt nur ein Kabel: die robuste, dreipolige Stromleitung vom Akku zum Motor
  • keine Smartphone-Schnittstellen und Ähnliches
Wichtig sind für uns Sicherheit, Funktion und Fahrspaß.
Unserer Auffassung nach ja.
  • Die StVZO hält sich aus dem Thema Schubanhänger komplett heraus.
  • Ein Gespann aus Pedelec (nicht S-Pedelec) und passivem Anhänger entspricht einem Fahrrad mit Anhänger und ist selbstverständlich zulässig.
  • Die Pedelec-Norm 2002/24/EG gilt laut Artikel 1 dort auch für Fahrzeuge mit vier Rädern. Ein Gespann aus Fahrrad und electrailer hat drei oder vier Räder und passt damit in die Norm.
  • Für den elektrischen Teil greift die EN 15194. Sie gilt für Fahrzeuge mit mindestens drei Rädern, also auch vier, fünf, usw. Es steht nirgends geschrieben, welches Rad angetrieben werden soll oder darf.
  • Die entscheidenenen Punkte für ein Pedelec sind neben etlichen technischen Detailvorschriften eine Geschwindigkeits- und Leistungslimitierung, die wir mit den electrailern einhalten. Unser Ziel ist es, für das electrailer-Gespann die Normen für Pedelecs voll zu erfüllen.
  • Die Leistung ist auf 250 W beschränkt. Diese Limitierung erfüllen die von uns verwendeten Motoren und Motorcontroller.
  • Die motorische Unterstützung darf nur bis 25km/h erfolgen. Auch dieser Punkt ist für unsere Antriebe erfüllt.
  • Pedalieren ist bei einem Pedelec die Bedingung für ein Anlaufen des Motors. Und um dieses Kriterium zu erfüllen, haben wir den Pedalfunk erfunden.
  • Der 250W-Motor schaltet sich bei Treten automatisch sanft zu und regelt je nach Pedaldrehzahl bei max, 25 km/h ab. Das Fahrgefühl kann am besten mit permanentem Rückenwind beschrieben werden. Besonders an Steigungen und beim Beschleunigen wird dieser Effekt sehr geschätzt.
  • Zweiteres tut der Motor nur theoretisch, im Fahrbetrieb ist das nicht spürbar. Es stört deswegen nicht, weil die auftretenden Querkräfte verschwindend klein sind und nicht auf den Lenker wirken. Der Schub des Anhängers wirkt links auf die Hinterachse. Die Kette des Fahrrads zieht auf der rechten Seite. Beides führt beim Geradeaus Fahren ausschließlich zu Vortrieb. In der Kurve führt zusätzlicher Schub zum Aufweiten des Kurvenradius. Das gilt allerdings für alle Zweiräder mit Motor, egal ob mit oder ohne Anhänger.
  • Sehr viele Anhänger sind geeignet. Am besten klappt der Umbau bei Anhängern mit 20 Zoll Rädern. Die meisten gängigen Anhänger haben dieses Maß. Fragen Sie uns nach Ihrem Modell.
  • Das wird Sie überraschen: wir bauen Ihren Anhänger eigentlich gar nicht um! Wir passen den Motor oder den Motor mit einer Einbauschwinge Ihrem Anhänger so an, dass Sie den Motor auch selbst mit einem Handgriff ein- und ausbauen können. Dabei nutzen wir die Eigenschaften des Anhängers und verzichten komplett auf Veränderungen am Anhänger selbst.
  • Wenn wir ein Modell schon einmal umgebaut haben, machen wir eine Kopie der schon einmal hergestellten Antriebseinheit. Sollte ausgerechnet Ihr Anhänger neu für uns sein, werden wir Sie ggf. bitten, ihn uns für die Anpassung kurz zu überlassen.
Ja, denn es sind keine Umbauten oder Verkabelungen am Fahrrad notwendig. Es muss lediglich die zum Ziehen des Anhängers vorgesehene Kupplung angebracht werden. Der Pedalfunk kommt an die linke Pedalkurbel, so wie beim Auto der Schlüssel ins Schlüsselloch kommt. Somit kann jedes in der Familie vorhandene Fahrzeug ruckzuck zum Pedelec werden.
Nein, die ist meistens nicht nötig. Jede Anhängerkupplung sollte z.B. auf Schub eine Vollbremsung des Gespanns und auf Zug den Antritt eines sportlichen Fahrers aushalten. Dabei werden kurzzeitig deutlich höhere Kräfte übertragen, als die Schubkraft eines electrailers. Der electrailer entlastet mit sanftem Rückenwind im Betrieb meistens nicht nur Fahrerin oder Fahrer, sondern auch die Deichsel, denn das ist ja sein Zweck. Wir empfehlen unabhängig davon, Kupplungen von Weber Products, da diese besonders robust und spielfrei sind und einen hervorragenden Bedienkomfort bieten.
  • Der Pedalfunk sendet ein verschlüsseltes Digitalsignal in einem sogenannten ISM Band auf einer Frequenz von 2,4 GHz. Dieses Band benutzen z.B. auch WLAN, Bluetooth, Mobiltelefone, etc.
  • Ja, dieses Band darf in dieser Form benutzt werden.
  • Theoretisch ja, praktisch nein. Das Funksignal ist digital verschlüsselt und es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein fremdes Signal eine Funktion auslöst.
    Wir haben im Test unsere Sender mit Mobiltelefonen und Handy-Sendemasten, WLAN und Bluetooth gequält. Es gab keine Störungen. Zugleich sind wir uns sicher, dass der Pedalfunk nicht zum Störenfried für andere Systeme wird - seine Sendeleistung ist minimal und die Reichweite beträgt nur wenige Meter.
Wir verwenden als Energiespeicher hochwertige LiCoMn Akkus, die von unserem Zulieferer in einem speziellen Schweißverfahren kontaktiert werden. Alle Akkus haben eingebautes BMS (Batteriemanagementsystem), also elektronische Zellüberwachung Überladeschutz und Tiefentladeschutz. Wir verwenden Ladegeräte mit moderaten Ladeströmen, um die Lebensdauer der Akkus möglichst lang zu halten.
Als Motoren verwenden wir bürstenlose Getriebemotoren (Brushless-Motoren), die in der Radnabe eingebaut werden. Typische Modelle sind z.B. e-Bike Vorderradantriebe mit 100mm Einbaubreite. Gesteuert wird der Motor zumeist mit Hallsensorik. Mit diesen Antrieben haben wir speziell in Schubanhängern sehr gute Erfahrungen gemacht. Mehr erzählen wir Ihnen gerne auf Anfrage.