Wer wir sind

electrail wurde 2011 von Peter Ostermeier und Andreas Schell gegründet. Gemeinsam bauen die beiden alternative Fahrzeuge - am liebsten solche, die es noch nirgends zu kaufen gibt.

Peter ist selbständiger Maschinenbau-Ingenieur (IBO Ingenieur-Büro Ostermeier). Seine Leidenschaft sind Konstruktion und Berechnung und sein Motto ist: "geht nicht gibt's nicht". Selbst entwickelt und gebaut wird alles, was es nicht oder nicht den Ansprüchen entsprechend zu kaufen gibt. Peter hört erst auf zu arbeiten, wenn etwas wirklich funktioniert.

Hier gibt Peter gleich mit einem electrail Firmenfahrzeug Gas.

"Hier am Ammersee geht es manchmal kräftig bergauf - das merkt man aber nur ohne Anhänger"

Andreas ist promovierter Chemiker und arbeitet schon immer als Produktentwickler und Forscher in Maschinenbau, Chemie und Kunststofftechnik. Seine Begeisterung für Microprozessoren und Mechatronik bringt die Elektronik im electrail System weiter, und die Buchhaltung läuft daneben auf seinem Linux-Laptop. Sein Motto: "Wenn, dann richtig."

Andreas benutzt hier den Blue Bird als Kofferraum für den Einkauf.

"Bevor ich wegen 10 km ins Auto steige..."

Wo wir sind

Die electrail GmbH ist eine oberbayerische Firma.

Issing ist ein Teil der Gemeinde Vilgertshofen südlich von Landsberg, zwischen Lech und Ammersee, in einem der schönsten Teile Bayerns und in ländlicher Gegend. Einige hundert Kilometer wenig befahrene Straßen machen die Gegend vor unserer Haustüre zu einem Paradies für Radfahrer. Ausflüge lassen sich hier sehr gut ohne Auto organisieren.

Auf Fahrten durchs hügelige Land zum Badesee mit zwei Kindern und dem entsprechenden Gepäck im Anhänger kam uns die electrail Idee: mit Motor müsste das doch einfacher gehen.

Was wir wollen

Wir wollen moderne Alternativen zum fossilen Automobil schaffen.

Wussten Sie, dass Ein Liter Dieselkraftstoff so viel Energie liefert, wie ein Mensch in 100 Stunden, also gut zwei Arbeitswochen mit Muskelkraft erzeugen kann? Stellen Sie sich das mal vor: zwei Wochen lang müssten Sie jeden Tag 8 Stunden auf den Heimtrainer und durchgehend mit 100 W strampeln, dann hätten Sie gerade einmal einen einzigen Liter Kraftstoff erarbeitet. Damit kommen Sie dann im normalen Auto nicht mal 20 km weit.

Die Verschwendung, die wir mit unseren Energiereserven betreiben, ist gigantisch. Die Menschheit verbraucht pro Tag im Durchschnitt 80 Millionen Barrel (Fässer, 159L) Öl. Der Ölvorrat, aus dem wir uns dabei bedienen, wird irgenwann zu Ende gehen, weil nirgends neues Öl ensteht. Mit dem Ölpreis hat diese sichere Prognose übrigens nichts zu tun. Geld kann man herstellen, fossile Energieträger nicht.

Wir halten das Auto auf einem großen Teil der gefahrenen Strecken für komplett verzichtbar. Wir wollen alternative Mobilität nicht nur "just for fun", sondern vor allem auch dann, wenn es etwas zu transportieren gibt.

Wir wollen (und können!) mit einem Kofferraum voll Gepäck lautlos und mit einem Hundertstel des Energiebedarfs eines Autos beweglich sein.

Und die Tankstelle? Die ist einfach nicht mehr nötig.

Wie wir es tun

Unsere Formel lautet: zufriedene Kunden vor Selbstbeschäftigung, Hirn vor Verschwendung, Bescheidenheit vor Kredit.

Wir haben 2011 mit electrail als 1-Euro Unternehmung ohne fremde finanzielle Starthilfe begonnen. Unsere ersten Kunden und kleine Erfolge haben uns in unserer Idee bestätigt. Weder waren Anträge auf Gründerforderung nötig, noch mussten wir Bankschulden aufnehmen. Als Kunde spüren Sie das schon seit es electrail gibt: wir bringen tagsüber lieber die Technik voran als Anträge zu schreiben, und Sie müssen auch nicht indirekt unsere Zinsen bezahlen. Inzwischen ist electrail eine GmbH.

Auch in der Administration gehen wir einen nicht ganz üblichen Weg. Unsere Computer laufen größtenteils mit freier Software. Wir nutzen GNU/Linux als Betriebssystem, freie Software für Administration und Buchhaltung und setzen für die Programmierung von Pedalfunk und Co. freie Entwicklungswerkzeuge ein. Diese Internetseite und der Webshop bauen auf ein freies Content Management System auf. Der Sinn der Sache: volle Kontrolle über Computer und Software dank offener Quelltexte, keine Unklarheiten und keine Gebühren durch Software-Lizenzen. Unsere durchweg positiven Erfahrungen geben wir sehr gerne weiter.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt auch, wieso wir es uns so schwer machen? So schwer kommt uns das Ganze gar nicht vor, nur ungewöhnlich. Wir nennen unsere Auffassung nachhaltig und beanspruchen damit ein Wort im tiefsten Sinne, das viel zu oft einfach nur geschrieben steht.